Warum sprecht ihr nicht miteinander?

Warum sprecht ihr nicht miteinander?

Fehlender Wissenstransfer in Unternehmen – Ursachen und Möglichkeiten

In vielen Organisationen arbeiten Menschen in sogenannten Silos, die oft auf den klassischen Kernbereichen des Unternehmens, wie Forschung und Entwicklung, Marketing, Vertrieb und HR basieren. Andere Unternehmen organisieren sich wiederum länderspezifisch, was wiederum zu Silos, wenn auch anderer Art, innerhalb des gesamten Unternehmens führt.

Zahlreiche kleine isolierte Einheiten arbeiten für sich, und haben nie das Gesamtbild vor Augen – das heißt in der Praxis: mangelnder Wissenstransfer.

Entscheidungen fallen deshalb nicht schnell genug. In den Projekten ist das Wissen der Fachabteilungen erforderlich, aber oft sind die Spezialisten nicht zeitnah verfügbar. Vertretungen gibt es nicht. Großprojekte brauchen Vernetzung und den sofortigen Wissensaustausch – hier kann ein agileres Management unterstützen.

Warum ist das so??
Die Gründe für den fehlenden Wissenstransfer sind vielfältig, allerdings oftmals leicht zu erklären. Der Hauptgrund, warum Informationen nicht weitergegeben werden, ist in der Regel die Angst, Macht und Anerkennung verlieren zu können.
Der Konkurrenzdruck in großen Unternehmen ist oft sehr hoch und deshalb werden den rangniedrigeren Mitarbeitern Informationen bewusst vorbehalten. Ein weiterer Grund ist der Faktor Zeit. Abteilungsleiter stehen häufig stark unter Zeitdruck. Die Instruktion anderer Mitarbeiter wird schlichtweg vergessen. Aber auch zu steile Hierarchien in Unternehmen, die Angst vor Fehlern, Mangel an Vertrauen, Antipathie, Abteilungsdenken und auch die Angst, als Experte zu gelten, sind negative Faktoren, welche die Informationsweitergabe behindern.

Dabei ist es nicht schwer, diese Silos aufzubrechen:
Die Lösung. Kleine, fachübergreifende Einheiten/Teams, die den gesamten Prozess von Anfang bis Ende verstehen. Diese Teams entwickeln Produkte autonom. Anschließend wird das Produkt in die nachfolgende Einheit weitergegeben.
Der Informationsfluss braucht nicht gelenkt werden, denn diese Einheiten kennen sich aus und jedes Team kann für sich selbst etwas liefern. Wissen zwischen den Einheiten wird durch moderne IT-Kommunikationslösungen ermöglich.

Sogenannte Groupware-Lösungen oder auch Collaboration-Tools genannt, ermöglichen eine Zusammenarbeit von Gruppen über zeitliche und/oder räumliche Distanz. Dabei haben Nutzer stets einen Überblick über alle Projekte, wissen wer für welche Projekte zuständig ist und bekommen einen Einblick, wie weit die Vorhaben fortgeschritten sind. Innovative Beispiele sind hier Tixxt, Bitrix24 oder ProjectPlace.

Wichtig: Diese Programme müssen auf Unternehmen zugeschnitten werden und alle für das Unternehmen erforderlichen Tools beinhalten.

Ebenfalls wirksam sind klare Rollenverteilungen in Unternehmen. Durch diese weiß jeder, wer für was zuständig ist und braucht keine Angst zu haben, Informationen weiterzugeben.

Somit wird ein reibungsloser Wissenstransfer sichergestellt und dem Erfolg des Unternehmens steht nichts mehr im Weg. So steigt die Motivation der Mitarbeiter, die sich nicht mehr über fehlenden Informationsaustausch ärgern müssen.